Vor-Wort


Ein winziger strahlend heller Punkt taucht aus der Finsternis auf, winzig klein, doch langsam aber stetig immer größer werdend, immer mehr an Helligkeit gewinnend, sich zu einem Ball formend, die Dunkelheit erhellend und auch durchdringend.

Der strahlende Punkt dringt durch die Dunkelheit, zeichnet Schatten in das graue Meer, teilt das Schwarz in unterschiedliche Grauschattierungen, zeichnet Konturen, lässt Formen erahnen und Träume erwachen, macht Lust auf mehr, mehr Helligkeit, mehr Licht

Das Grau nimmt immer mehr und mehr Formen an, gibt den Blick frei auf immer klarere Konturen, zeigt erste leichte Farbschattierungen, noch immer ist der Ball der Helligkeit leicht am Horizont zu erkennen, an einem Horizont, welcher sich langsam aber sicher immer stärker vom Hintergrund abhebt.

Erste Baumkonturen tauchen aus dem Dunkel der Nacht auf, beginnen, in die Dämmerung des Morgens über zu gehen, noch sind die Nebelschleier sehr mächtig und alles bestimmend und einhüllen.

Der Ball des Mondes weicht der Helligkeit des Tages, der Nebel des Vergessens, welcher sich nächtens über das Bewusstsein des Lebens gelegt hatte, weicht sich auf in der Mächtigkeit des Tagesbewusstseins.

Die Konturen werden immer klarer, die Farben gewinnen an Stärke, ganz langsam mischt sich in das Grau des erwachenden Tages auf ein Hauch von, ja, von was?

Momentan ist es noch der Hauch einer Idee, welche Farben der Blick erhaschen wird, wenn die Nebelschwaden verschwinden.

Und es klärt immer mehr und mehr auf, der Blick wird klarer, keine trüben und versteckenden Schleier mehr über der Sicht, der klare Blick fällt auf die Details in der näheren Umgebung.

Im Hintergrund liegen noch die Nebelschwaden, diese Schleier lichten sich aber auch hier immer mehr und mehr, immer klarer und reiner wird der Blick, immer genauer erkennen wir, was hinter dem Nebel liegt, immer detaillierter erkennen wir, was wirklich wichtig, für uns, ist.

Es gibt unterschiedliche Landschaften, welche der Nebel freigeben kann, von Alleebäumen, über Wald, bis zu Dschungellandschaften.

Alles ist möglich, alles Mögliche kann aus dem Nebel auftauchen, wenn wir es zu lassen, wenn wir bereit sind, hinter die Schleier zu blicken, wenn wir den Schleiern gestatten, sich zu heben und zu lichten, wenn wir es zu lassen, tiefer zu gehen, durch die Grenzen hindurch, welche uns die Nebelschleier auf er legen, oder Grenzen, welche wir selbst uns setzen.

Langsam beginnt die Sonne die Landschaft rot zu färben, während sich die letzten Nebelschwaden verlieren, je mehr sich die Schleier lichten, je höher die Sonne über den Horizont steigt, desto intensiver verfärbt sich die Landschaft.

Das Rot des Morgens durchströmt das Land, dieses Rot durchdringt Wiesen und Wälder, Flora und Fauna, setzt sich immer mehr und mehr durch, wird zu einem großen Ganzen, oder einer strahlenden Helle. Der neue Tag wächst immer mehr, und immer intensiver und strahlender aus der Dunkelheit des Unbewussten.

Sobald sich das Morgenrot über ein immer heller und heller werdendes orange und gelb, in die Helle des Tages verwandelt, je später der Tag, desto intensiver die Konturen, desto mächtiger die Helle.

Vereinzelt spiegeln sich die letzten unbewussten Nebelschwaden noch in der Landschaft, erzeugen eine Art Aura in der Landschaft, verleihen den einzelnen Konturen schemenhafte Umrisse, schaffen immer mehr und mehr Klarheit.

Und auch, wenn sich die Nebelschwaden länger halten, es ändert nichts daran, dass darunter, oder darüber diese unveränderliche Landschaft besteht, und bestehen bleibt, das es Wahrheiten gibt, ob wir sie sehen oder nicht, ob sie von Nebelschwaden verdeckt werden, oder nicht.


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